Donnerstag, 27. Dezember 2012

Makrofotografie 2012

2012 war für mich durch viele fotografische Highlights geprägt aber auch mit viel zu wenig Zeit für die Makrofotografie. Beruf und Familie wollen auch einiges von den 24h des Tages abhaben. Auch aufgrund unseres Umzugs nach Baden musste ich mich erst einmal orientieren und ein paar Fotoecken suchen bzw. zeigen lassen. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden mit den Ergebnissen, wie man an den letzten Blogposts sehen kann. An dieser Stelle möchte ich euch eine Auswahl meiner Favoriten zeigen, ein paar habt ihr hier schon gesehen, die meisten sind neu.

Viel Spaß damit und bis zum nächsten Blogeintrag 2013!

Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus) /
225mm, f/5, 1/640s, ISO320, SVA, KFB
Erdkröte (Bufo bufo) /
225mm, f/5.6, 1/160s, ISO200, SVA, KFB
Hirschkäfer (Lucanus cervus) /
225mm, f/5, 1/4s, ISO200, SVA, KFB
Goldene Acht (Colias hyale) /
225mm, f/5.6, 1/400s, ISO200, SVA, KFB
Äskulapnatter (Zamenis longissimus) /
225mm, f/8, 1/125s, ISO200
Wechselkröte (Bufo viridis) /
225mm, f/4, 1/800s, ISO200, SVA, KFB
Stachelkäfer (Variimorda sp.) /
225mm, f/10, 1/6s, ISO200, SVA, KFB
Bläulichvioletter Tatzenkäfer (Timarcha goettingensis) /
225mm, f/5.6, 1/40s, ISO200, SVA, KFB
Grüne Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia) /
225mm, f/5, 1/1000s, ISO200, SVA, KFB
Schwalbenschwanz (Papilio machaon) /
225mm, f/5, 1/15s, ISO200, SVA, KFB
Sumpfschrecke (Stethophyma grossum) /
225mm, f/6.3, 1/60s, ISO200, SVA, KFB
Kurzschwänziger Bläuling (Cupido argiades) /
225mm, f/3.5, 1/500s, ISO200, SVA, KFB
Ringelnatter (Natrix natrix) /
225mm, f/7.1, 1/13s, ISO200, SVA, KFB
Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis) /
225mm, f/8, 1/20s, ISO200, SVA, KFB
Diptam (Dictamnus albus) /
225mm, f/2.8, 1/640, ISO200, KFB
Grasfrosch (Rana temporaria) oben und Springfrosch (Rana dalmatina) unten /
225mm, f/7.1, 1/40, ISO200, SVA, KFB
Kleine Wolfsfliege (Molobratia teutonus /
225mm, f/8, 1/13, ISO200, SVA, KFB
Mauereidechse (Podarcis muralis) /
225mm, f/4, 1/640, ISO200, SVA, KFB

Freitag, 21. Dezember 2012

Die Grüne Flussjungfer - Ophiogomphus cecilia

Nach einigen Monaten Funkstille möchte ich nun wieder mehr Blogposts verfassen. Beginnen möchte ich mit einem meiner Highlights in diesem Jahr. Eine Art die ich schon seit einigen Jahren versucht habe vernünftig vor die Linse zu bekommen, es mir allerdings bisher nie wirklich gut gelang. In diesem Jahr sollte es klappen, dank eines Kollegens, dem ein gut zugängliches Vorkommen bekannt war. 

Die Grüne Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia) gehört zu den Arten, die fast ausschließlich Fließgewässer besiedeln. Seltene Einzelfunde von Larven oder Exuvien (Häute des letzten Larvenstadiums) an Stillgewässern stammen in der Regel von Exemplaren, die aus Fließgewässern hierhin verdriftet wurden. 
Sie besiedelt sowohl kleinere Bäche als auch mittlere bis große Flüsse. Daher ist sie sowohl in sommerkühlen Fließgewässer-Oberläufen, die meist durch gröbere Bodenmaterialien, ein größeres Gefälle und höhere Fließgeschwindigkeiten gekennzeichnet sind, als auch an den Mittel- und Unterläufen zu finden. 

225mm, 1/640s, f/5, ISO200, KFB
Die Grüne Flussjungfer gilt als ostpaläarktisches Faunenelement und hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Osteuropa. Sie wird bis in die Mongolei und den Baikalsee gefunden. Richtung Westen hat die Art in Mitteleuropa ihre letzten größeren Vorkommen. In West-, Südwest- und Südeuropa finden sich nur noch ein paar kleinere verinselte (disjunkte) Vorkommen. In Deutschland besitzt die Art einen Schwerpunkt u.a. entlang der Elbe, in der Lausitz, in Franken und am mittleren Oberrhein. In den letzten Jahren tauchen viele neue Vorkommen auf, die z.T. durch die verstärkte Nachsuche bedingt sind, aber auch auf die verbesserte Wasserqualität zurückzuführen sind.    
Gemeldete Verbreitung der Grünen Flussjungfer in der EU25
Bevorzugt werden von der Großlibellenart locker mit Gehölzen bestandene und zumindest in Teilen gut besonnte Fließgewässerabschnitte, dabei ist meist nicht mehr als 50-60% beschattet. Die Gewässersohle sollte zumindest sandig-kiesige Anteile besitzen und höchstens kleinräumig von Unterwasserpflanzen bewachsen sein. In den Gewässerboden graben sich die Larven bis zu einem cm tief ein, um dort als Ansitzjäger auf Beute zu warten. 
In größeren Flüssen und Strömen wie Oder, Elbe, Weser und Rhein besiedeln die Larven  auch Felder zwischen den keilförmig und rechtwinklig zur Strömung in den Fluss gebauten Dammbauwerken, den sogenannten Buhnen. Da hier die Strömungsgeschwindigkeit durch die Buhnen herabgesetzt ist und es zudem zu Verwirbelungen kommt, werden zwischen den Buhnen kleinräumig unterschiedliche, zumeist jedoch feinkörnige Bodenmaterialien abgelagert.
Anders als die Larven sind die Imagines sehr mobil und halten sich bis zu einigen Kilometern von ihren Fortpflanzungsgewässern entfernt auf, hier nutzen sie vor allem Waldränder, Lichtungen, Brachen oder Grünland auf der Jagd nach Insekten. Besonders die Weibchen sind wesentlich seltener zu sehen und halten sich nur kurz zur Paarung und Eiablage am Gewässer auf. Die Männchen halten sich länger am Gewässer auf, wo sie meist an besonnten Gewässerabschnitten auf Sitzwarten (Steine, Pflanzen, etc.) nach paarungsbereiten Weibchen Ausschau halten. An größeren Flüssen fliegen sie ausdauernd über das Wasser. Sie verteidigen keine Reviere, wie man es von anderen Libellen kennt, sehr wohl können sie jedoch über Tage den gleichen Flussabschnitt besetzen. Die Tiere sind sehr wärmeliebend und nur an warmen Tagen voll aktiv.

225mm, 1/1000s, f/10, ISO200, KFB
Über die Eiablage ist nur wenig bekannt und es sind sehr unterschiedliche Verhaltensweise beschrieben. Teilweise werden die Eier in der Flussmitte abgeworfen, teilweise in sehr ruhigen flachen Flussteilen ins Wasser befördert. Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zur fertig entwickelten Libelle beträgt je nach Temperatur und Nahrungsangebot zwei bis vier Jahre. Die Flugzeit der Art liegt zwischen Mai und Mitte Oktober und kann regional sehr unterschiedlich sein. In größeren Flüssen, die bereits im Frühjahr höhere Wassertemperaturen aufweisen, schlüpfen die Imagines schon deutlich zeitiger als in kleineren, sommerkühleren Fließgewässern. Der Schlupfzeitraum ist relativ lang und kann sich bis in den August erstrecken. Die meisten Tiere schlüpfen in den Morgen- und Vormittagsstunden. 

225mm, 1/400s, f/5, ISO200, SVA, KFB
Die Art ist in Mitteleuropa sehr selten und kommt sehr verstreut vor, dies war wohl auch schon so, bevor der Mensch Einfluss auf die Lebensräume der Art nahm. Durch naturfernen Gewässerausbau kam es zur Zerstörung oder starken Verkleinerung vieler Vorkommen. In den letzten Jahren haben sich in vielen Gegenden die Bestände erholt und so wurde die Art bspw. in Baden-Württemberg und Hessen in den 90er Jahren wiedergefunden, nachdem sie als ausgestorben galt. Die Grüne Flussjungfer ist eine europaweit geschützte Art der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und wird in den Anhängen II als auch IV geführt. Besonders der Erhalt und die Renaturierung von Gewässern aber auch deren Umfeld sichert den Erhalt dieser Art.

225mm, 1/160s, f/5, ISO200, SVA, KFB
225mm, 1/640s, f/5, ISO200, KFB
Eine Art die mit der Grünen Flussjungfer häufig zusammen vorkommt aber in einigen Gegenden deutlich häufiger ist, ist die Kleine Zangenlibelle (Onychogomphus forcipatus). Auch diese Art konnte ich dieses Jahr erstmalig ansprechend fotografisch festhalten. Die beiden Arten sind sich nicht unähnlich und gehören auch zur gleichen Familie (Gomphidae - Flussjungfern). Nachfolgend noch zwei Bilder dieser Art.

Onychogomphus forcipatus /
225mm, 1/2000s, f/5, ISO200, KFB
Onychogomphus forcipatus /
225mm, 1/500s, f/7,1, ISO200, KFB

Sonntag, 1. Juli 2012

Hirschkäfer - Lucanus cervus

...oder auch Feuerschröter genannt, ist das Insekt des Jahres 2012. Dieser größte heimische Käfer ist in Deutschland fast ausschließlich eine Art der Eichenwälder. Die Larvalentwicklung findet in pilzbefallenem Eichenholz statt und dauert 5-8 Jahre. Einzelne Funde zeigen, dass sich die Käfer auch in anderen Holzarten entwickeln können, dies jedoch die Ausnahme darstellt, hier sind Buche, Weide, Schwarzpappel, Walnuß, Kirsche, Wildbirne, Esche, Roßkastanie, Linde, Ahorn, Birke und Kiefer zu nennen.
225mm | 1/4s | f/5 | ISO200 | Diffuser
Der Käfer kommt in Süd-, Mittel- und Westeuropa, nördlich bis in den Süden Schwedens vor. Lokal findet man sie auch in England, Kleinasien und östlich bis nach Syrien. Er fehlt in Schottland und in Bereichen Nordeuropas sowie in den südlichen Teilen Italiens, Spaniens sowie auf Sardinien und Korsika. In Deutschland ist die Art besonders in den wärmebegünstigten Regionen zu finden. Allerdings ist die genaue Verbreitung der Art noch Gegenstand vieler Untersuchungen und wird wohl in den kommenden Jahren einigen Veränderungen unterworfen sein. 
Verbreitung des Hirschkäfers in der EU25

Der Hirschkäfer ist flugfähig, aber kein guter Flieger. Er hat nur eine geringe Ausbreitungsfähigkeit und folglich nur geringe Fähigkeiten den Verlust von Brutplätzen zu kompensieren. Einzelne Tiere können aber auch Entfernungen bis 5 km überwinden.
Für die Samen- und Eireifung muss ein obligater Ernährungstrunk an alten Eichen mit Saftfluß erfolgen. Solche Bäume wirken über Gerbsäuren bis über 200 m anziehend. An diesen Bäumen kommt es daher oft zu größeren Ansammlungen der Tiere. Weibchen sind in der Lage, durch Anritzen der Eichenrinde Saftfluß hervorzurufen, die Männchen nicht. Männchen werden auch von gärendem Obst, besonders Kirschen, angezogen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass auch Ingwer sehr anziehend auf die Tiere wirkt.
Die Eiablage erfolgt unterirdisch, an Wurzelstöcken und alten Stümpfen, sowie an nicht imprägniertem, in Erdkontakt stehendem Eichenholz z.B. von Kinderspielplätzen und Bänken im Wald.

Weibchen - 225mm | 1/8s | f/8 | ISO100
Männchen - 225mm | 1/4s | f/4,5 | ISO400 | Diffuser
Damit das Holz für die Larven verwertbar ist, muss es einen bestimmten Zustand haben (pilzlicher Abbau, Säuregehalt, usw.). Eichenstöcke aus Winterfällung sind (völlig?) ungeeignet, da die Gerbsäure im Winter im Stock konzentriert, und daher die Substrataufbereitung durch Pilzbefall gehemmt ist. In einem Stumpf können sich mehr als 1000 Larven unterschiedlicher Stadien befinden.
Die Verpuppung erfolgt in etwa 15-20 cm Tiefe im Boden. Bei Entwicklung in morschen Pfählen und in Obstbäumen treten meist Kümmerformen ("ab. capreolus") auf. Die Weibchen erscheinen später als die Männchen.
225mm | 1/3s | f/13 | ISO100
225mm | 0,8s | f/16 | ISO100
Der Hirschkäfer ist in Deutschland seit 1935 gesetzlich geschützt und wird auf europäischer Ebene im Anhang II der FFH-Richtlinie geführt. In Deutschland wird die Art als stark gefährdet eingestuft. Bestandsrückgänge der imposanten Tiere können seit der vorletzten Jahrhundertwende verzeichnet werden. Beeindruckende Begegnungen an alten Eichen mit 150 Tieren an einem einzelnen Baum sind wohl nur noch in alten Büchern zu finden, Hauptmangel stellt die Verfügbarkeit des passenden Larvensubstrates dar. Häufig sind die passenden Eichen nur noch in Waldrelikten oder alten Parks zu finden. Durch die Intensivierung vieler Forste werden kränkelnde oder abgestorbene Bäume nicht toleriert und direkt entfernt. Auch die Zerschneidung von Waldgebieten fordert viele Kollisionsopfer.
Der Erhalt von alten Eichen in Wälder, Forsten und Parks sowie die Förderung von Eichen in den Wäldern schützt diesen einheimischen Käfer-Giganten vor dem Aussterben. 

225mm | 1/2s | f/8 | ISO200 | Diffuser

225mm | 0,6s | f/8 | ISO400 | Diffuser



Dienstag, 22. Mai 2012

Goldener Scheckenfalter - Euphydryas aurinia

Letzte Woche ging ich auf die Suche nach einem Tagfalter, den ich schon lange in ansprechender Art und Weise fotografieren wollte. Leider ist die Art nur noch in wenigen Regionen zu finden und eine gezielte Suche ist notwendig. Mit etwas Glück wurde ich dann in der Tat fündig und konnte es kaum fassen, als ich neben einigen Einzeltieren auch ein Pärchen in Kopula fand.

225mm | 1/25s | f/8 | ISO320 | Diffuser | Reflektor
Der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) zählt zu den Arten, welche in den letzten Jahrzehnten massive Bestandsrückgänge erlitten haben. Der einst weit verbreitete Falter zählt nun zu den mitteleuropäischen Raritäten. Die Art kommt in Deutschland auf zwei stark unterschiedlichen Standorten vor: Einmal gibt es Populationen welche auf Feuchtwiesen, Flachmooren und Pfeifengraswiesen zu finden sind, zum anderen Populationen welche an xerothermen Hängen mit offenem oder gebüschreichem Halbtrockenrasen leben. Man bezeichnet diese auch als zwei ökologische Rassen einer Art.
Die Tagfalter sind von Westeuropa bis in die gemäßigten Zonen Asiens und dort bis Korea zu finden, im Norden bis Fennoskandien und im Süden bis Nordafrika. In Deutschland ist die Art selten und die Populationen liegen meist weit getrennt von einander, so dass viele stark isoliert existieren. Es werden von der kollinen Stufe über die Mittelgebirge bis hin zu der alpinen Stufen fast alle Höhenstufen besiedelt.  Bei uns ist die Art in allen Bundesländern stark gefährdet, teilweise vom Aussterben bedroht und in einigen Regionen bereits verschollen. In der EU wird die Art im Anhang II der FFH-Richtlinie geführt.

Verbreitung des Goldenen Scheckenfalters in der EU25

Je nach dem Ökotyp in dem der Falter anzutreffen ist, werden unterschiedliche  Pflanzen zum Fraß benutzt, vor allem sind hier Gewöhnlicher Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) zu nennen. Es sind noch deutlich mehr Pflanzen beschrieben, wobei bei vielen fraglich ist, ob diese tatsächlich als Fraßpflanze genutzt werden oder diese z.B. nur zur Anheftung der Puppe dienen. Klar ist, dass die Tiere in vernetzten Teilpopulationen (sog. Metapopulationen) vorkommen,  hierdurch entsteht eine gewisse Dynamik in der Bestandsgröße und eine Absicherung von möglichen natürlichen Habitatverlusten. 
Zu den Populationen auf den feuchteren Standorten sind viele Erkenntnisse gesammelt worden. Informationen zu den Trockenstandorten sind sehr rar und sollten in den kommenden Jahren verbessert werden. Die Falter sind polyphag und saugen an sehr vielen unterschiedlichen Blüten. Die Tiere gelten als standorttreu und langsam fliegende Tagfalter. Wobei auch Neubesiedlungen über einige km bekannt sind.


Lebensraum der fotografierten Falter

Hauptgefährdungsursache stellt sicherlich die Veränderung des Lebensraumes durch Intensivierung, Entwässerung, Düngen, Überweidung, der Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung oder auch der direkten Aufforstung dar. Zum Erhalt der Art sollten Standorte, auf denen die Art noch vorkommt erhalten und mit weiteren  geeigneten Standorten vernetzt werden.

225mm | 1/640s | f/5 | ISO400 
225mm | 1/250s | f/5 | ISO200 
225mm | 1/40s | f/6.3 | ISO200 | Diffuser | Reflektor
225mm | 1/320s | f/3.5 | ISO200 
225mm | 1/500s | f/3.5 | ISO200
225mm | 1/40s | f/8 | ISO200 | Reflektor 

Freitag, 13. April 2012

Der Küchenkäfer

Eigentlich war ich heute Abend zum Fotografieren von Amphibien und Reptilien unterwegs. Ein Großteil der Fotos machte ich allerdings von einem hübschen holzbewohnenden Käfer den ich eher zufällig an einem morschen Baumstamm fand.
  
Uloma culinaris ist einer der wenigen holzbewohnenden Käfer mit einem deutschen Namen, er heißt Küchenkäfer. Die Käfer und die Larven findet man jedoch dort nicht. Eher sind sie unter der Rinde und im Mulm von Nadel- und Laubbäumen zu finden. In Mitteleuropa sind zwei Arten der Gattung zu finden, der hier gezeigte ist mit etwa 1cm der größere von beiden. Sie gehören zu der sehr großen und diversen Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae).
Die Art wird in der Roten Liste als gefährdet geführt. Insbesondere der Erhalt von größer dimensioniertem Totholz ist entscheidend für den Erhalt der Art.

150mm (225KB) | 0.8s | f/13 | ISO200 | Achromat | Diffuser

150mm (225KB) | 1.3s | f/13 | ISO200 | Achromat | Diffuser

150mm (225KB) | 2s | f/13 | ISO200 | Achromat | Diffuser

Freitag, 6. April 2012

Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla)

Der etwa sperlingsgroße Gartenbaumläufer besiedelt Laubwälder, laubholzreiche Mischwälder, Parks, Friedhöfe und ähnliches. In Nadelwäldern ist er nur selten anzutreffen. Durch ihr rindenartiges Gefieder sind die Tiere sitzend kaum am Stamm auszumachen. Ein schnelles und ruckartiges Laufen auf der Rinde ist typisch, dabei hilft ihnen ein Stützschwanz, wie man ihn von Spechten herkennt. Auf der Nahrungssuche von kleinen Insekten wird ein Baum am Fuß angeflogen und dann spiralig nach oben abgelaufen. 
Die Art ist in West-, Süd- und Mitteleuropa verbreitet und reicht im Osten bis zum Kaukasus. Seine Zwillingsart der Waldbaumläufer, welcher eher an alten Nadelbäumen lebt , ist in kälteren Regionen und deutlich weiter Richtung Osten verbreitet. 
Das Nest wird meist in einer Baumspalte, hinter abgeplatzter Rinde oder schmalen Baumhöhlungen angelegt. Spalten an Gebäuden können auch angenommen werden. Bereits im März beginnt das Weibchen das Nest mit Moos, Halmen und Reisig auszustatten. Typisch sind 5-6 gelegte Eier, welche innerhalb von etwa 14 Tagen ausgebrütet werden. Nach knappen drei Wochen sind die Jungen dann flügge. 
Momentan ist die Art noch ungefährdet, eine Bedrohung des Bestandes geht von der Intensivierung der Wäldern und der frühzeitigen Fällung alter Bäume aus.

Die gezeigten Aufnahmen entstanden innerhalb der letzten 10 Tage in einer Parkanlage in Karlsruhe.

300mm x 1,4fach TK (630mm KB), 1/200s, f/5.6, ISO800
300mm x 1,4fach TK (630mm KB), 1/250s, f/5.6, ISO800
300mm x 1,4fach TK (630mm KB), 1/2000s, f/5.6, ISO800
300mm x 1,4fach TK (630mm KB), 1/800s, f/5.6, ISO800
300mm x 1,4fach TK (630mm KB), 1/250s, f/5.6, ISO800
300mm x 1,4fach TK (630mm KB), 1/1250s, f/5.6, ISO800