Freitag, 9. Dezember 2016

Adventskalender 09/24

Hinter dem neunten Türchen versteckt sich, wie gestern auch schon, eine häufige Tagfalterart, die jedoch seltener fotografiert wird, als es ihre Häufigkeit und Auffälligkeit vermuten lassen würden. Das Tagpfauenauge (Aglais io) ist wohl sicher mit dem Zitronenfalter zusammen der bekannteste heimische Tagfalter überhaupt. Zwar gibt es viele Bilder von der Art, aber die meisten sind eher dokumentarisch. Die Raupen entwickeln sich an Brennnesseln und die Falter findet man in Gärten, Parks und Waldrändern. Abends verschwinden die Tiere dann aber und ruhen nicht offen in bodennaher Vegetation wie so mancher anderer Falter. Daher findet man die Tiere quasi nie zu guten Lichtbedingungen, was es äußerst schwierig macht die Tiere anspruchsvoll zu fotografieren. Das gezeigte Bild ist von einem guten Bild zwar noch ziemlich weit entfernt aber zumindest schon mal ein Anfang...
150mm, f/4, 1/125s, ISO800
Bis Morgen!

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Adventskalender 08/24

Zum achten Dezember findet sich eine weitverbreitete Art im Adventskalender, die mir aber bisher in meinem Archiv fehlte. Tatsächlich gibt es in den meisten Artengruppen weitverbreitete Arten die nicht sehr häufig fotografiert werden. Unter den Tagfaltern gehört das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) gemessen an seiner Häufigkeit eindeutig dazu. Die in weiten Teilen Europas zu findende Art gehört sicherlich nicht zu den auffälligsten und lässt sich meist nicht sehr gut freistellen. Viele kennen den Falter und haben ihn auch schon häufig auf Waldlichtungen hin und her flattern gesehen, aber lange bleibt er meist nicht an einer passenden Stelle sitzen. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade deswegen sollte man sich als Naturfotograf auch solchen Arten annehmen. Nicht nur um eine Bildanfrage entsprechend bedienen zu können, sondern auch, um von der Art ansprechende Fotos zu produzieren. Eigentlich hab ich mich nämlich von den drei Tagfalterarten die auf 95% aller Schmetterlingsfotos zu sehen sind (von den Arten her) echt satt gesehen. Daher lohnt es sicherlich auch mal die Herausforderung anzunehmen und Arten zu knipsen die es einem auch etwas schwerer machen.

150mm, f/3.2, 1/2000s, ISO250
Bis Morgen!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Adventskalender 07/24

Hinter dem siebten Türchen verbirgt sich ein spurtstarkes Kaninchen, welches ich im Frühjahr diesen Jahres fotogarfieren konnte. Wie im Blogpost "Unter Karnickeln" bereits beschrieben, verbrachte ich Tage bei den putzigen Tierchen. Durch das städtische Umfeld sind die Tiere recht entspannt, was das Fotografieren deutlich vereinfacht. Motivisch trotzdem nicht ganz einfach den richtigen Moment zu treffen um ein spannendes Bild zu machen. Hier werde ich sicherlich auch in Zukunft die eine oder andere Stunde verbringen.

600mm, f/13, 1/50s, ISO200
Bis Morgen!

Dienstag, 6. Dezember 2016

Adventskalender 06/24

Zu Nikolaus hinter dem sechsten Türchen des Aventskalenders verstecken sich gleich mehrere Fotos. Wie im letzten Jahr möchte ich an dieser Stelle ein paar making ofs zeigen. Zwar gibt es diesmal nicht so viele, aber ein paar hab ich dann doch zusammengesammelt bekommen. Schließlich ist es ja auch immer interessant wie es hinter dem eigentlichen Bild aussieht und wie die Fotos entstehen:

Manchmal muss man hoch hinaus und auch wenn der Anstieg ohne fremde Hilfe deutlich heroischer wäre ist es mit einer Seilbahn doch manchmal einfach praktisch:
Foto: Gregor Faller
Für das eine oder andere Motiv ist Tarnung unerlässlich. Eine bequeme Art ist die Benutzung eines Tarnzelts, so wie hier:
Tarnzelt
Mit etwas Glück ist man dann auch erfolgreich und hat tatsächlich ein Tier vor der Linse. Mit Fehlversuchen ist jeder Zeit zu rechnen:
Kernbeisser kamen dann doch noch...

Bei den Kaninchen waren wir sehr häufig und nach ersten Tarnaktionen, stellten wir fest, dass es auch ohne geht...:
Foto: Stefan Betz
Andere Motive erwischt man dann auch aus bequemer Höhe:

Danke an Stefan und Gregor fürs zusteuern der Bilder!
Bis Morgen!

Montag, 5. Dezember 2016

Adventskalender 05/24

Zum fünften Dezember möchte ich ein Foto einer Art zeigen, die mich bereits seit vielen Jahren begleitet. Im ersten Semester meines Biologiestudiums laß ich, dass es einen heimischen Bockkäfer gebe, dessen Antennen etwa fünf mal so lang sein können wie sein ganzer Körper. Diese Art wollte ich unbedingt mal sehen, kurz darauf fand ich ihn auch, den Zimmermannsbock (Acanthocinus aedilis). In kiefernreichen Gegenden ist er auch nicht selten anzutreffen, ist aber auch auf ein gewisses Maß an extensiver Waldwirtschaft angewiesen, da sich die Larven in frisch totem bzw. geschlagenem Holz unter der Rinde entwickeln. Wird das Holz dann schnell abtransportiert und verarbeitet, ist das eine Todesfalle für die Tiere. Über die Jahre hinweg fand ich viele Exemplare in verschiedensten Wäldern und immer noch faszinieren mich die Antennen der Männchen und machen diese Art zu einer beeindruckenden heimischen Käferart. Das fotografierte Exemplar fand ich im Nordbadischen auf der Suche nach einer anderen Art, die im Adventskalender auch noch zu sehen sein wird.

150mm, f/8, 1/20s, ISO200
Bis Morgen!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Adventskalender 04/24

Hinter dem vierten Türchen verbirgt sich eine besonders beeindruckende Singvogelart. Es handelt sich um den Finkenkönig, der den Namen wohl zurecht aufgrund seiner Größe trägt. Immerhin bringt er es auf bis zu 60g Gewicht und knackt mit Vorliebe Kirschkerne. Daher heißt der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) auch Kirschkernbeißer. Während der Vegetationsperiode halten sich die Vögel eher in Wäldern auf und sind eher unauffällig. Im Winter wenn die Tiere sich zu kleineren Trupps zusammenfinden und auch vielmehr im Offenland umherstreifen kann man die Tiere beobachten und das eine oder andere Bild machen. Das Foto entstand bei meinem Kumpel Lukas an einer Winterfütterung.

900mm, f/6.3, 1/400s, ISO800
Bis Morgen!

Samstag, 3. Dezember 2016

Adventskalender 03/24

Das Naturfotografie eigentlich überall möglich ist, zeigt sich mir immer wieder aufs Neue. Selbst auf dem eigenen Balkon oder Terrasse. Ob es nun die heimischen Singvögel sind, die sich am Futterhäuschen bedienen oder die Zebraspringspinne, die an der Hauswand ihr Opfer findet. Mit einem offenen Auge gibt es immer ein Menge zu entdecken. Das heutige Bild zeigt eine wenige Minuten alte Baumwanzenbrut die sich in ihrer ersten Lebensphase nach dem Schlupf aus den Eiern gemeinsam aufhalten. Die transparenten Eihüllen sind noch auf dem Blatt zu sehen.

150mm, 1/8s, f/16, ISO200
Bis Morgen!

Freitag, 2. Dezember 2016

Adventskalender 02/24

Hinter dem zweiten Türchen verbürgt sich ein Teekesselchen. Zu sehen ist ein Katzenpfötchen genauer gesagt das Gemeine Katzenpfötchen (Antennaria dioica) eine kleine eher unauffällige Art, die allerdings beim genaueren Hinsehen durchaus attraktiv ist. Es handelt sich um einen Korbblütler mit getrenntgeschlechlichen Blüten. Auf dem Foto ist eine Pflanze mit einem Körbchen aus weiblichen Blüten zu sehen. Die Art ist kalkmeidend und besonders auf Silikatmagerrasen oder lichten Kiefernwäldern zu finden. Wir entdeckten viele Pflanzen dieser gefährdeten Art auf einer schönen Exkursion mit Freunden im Oberfränkischen.

150mm, f/3.2, 1/800s, ISO100
Bis Morgen!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Adventskalender 01/24

In diesem Jahr hätte es beinahe nicht geklappt mit dem Adventskalender. Irgendwie war immer zu wenig Zeit zum Fotografieren und daher habe ich auch deutlich weniger Bilder geknipst als in den letzten Jahren. Nichtsdestotrotz war ich natürlich nicht komplett inaktiv und daher reicht es doch für eine bunte Mischung an verschiedenen Aufnahmen, die ich in diesem Jahr produziert habe, zu zeigen. 
Beginnen möchte ich mit einem etwas polarisierendem Bild. Hinter dem ersten Türchen verbirgt sich ein Foto welches ein Waldgrillenmännchen in seinem Lebensraum zeigt. Die Tiere sind typische Bewohner von Laubwäldern und benötigen die Laubschicht am Boden, welches ihr Habitat darstellt. In Mitteleuropa ist die Art wohl eines der häufigsten Insekten unserer Wälder. An für sich nichts Spektakuläres, wäre da nicht das Equipment mit dem das Bild entstand. Es passt in fast jede Hosentasche und man kann damit telefonieren. Mit meinem neuen Telefon. Ungeachtet der Marke kann man sehr gut sehen, dass die aktuellen Premiummodelle der Mobiltelefonhersteller hervorragende Fototechnik verbauen. Hinzu kommt die Möglichkeit die Bilder in RAW aufzunehmen. Ich glaube zwar nicht, dass hierdurch größere Kameras ersetzt werden könnten, jedoch ermöglichen die kleinen Gerätschaften neue Einsatzmöglichkeiten und erlauben bestimmte Fotosituationen auch spontan in einer hohen Qualität festzuhalten.
 
iPhone 7
Bis morgen!

Samstag, 1. Oktober 2016

Stippvisite im Wallis 2/2 - die Tierwelt und der ganze Rest

In einem Sammelsurium möchte ich euch die restlichen Bilder unseres Wallis-Ausflugs zeigen. Die Pflanzenwelt und den Hochalpen-Apollo stellte ich euch ja bereits in vorangegangenen Blogpost vor, nun ist die restliche Tierwelt dran und noch ein paar Detail und Landschaftsaufnahmen. Schwerpunkt bei den verbleibenden Bildern liegt auf den Faltern, die in ihrer Quantität (Abundanz) sowie in ihrer Qualität (alpha-Diversität) absolut beeindruckten. Viele, in den heimischen Gefilden hoch seltene Arten trafen wie in großen Mengen an. Aber natürlich gab es auch bei der restlichen Tierwelt viel zu entdecken. Wir fanden einige attraktive Arten, wie z.B. den Achtpunktigen Kiefernprachtkäfer mit seinen tollen Farben oder so eindrückliche Arten wie die Sibirische Keulenschrecke mit ihren verdickten Vorderschienen. Auch versuchte ich mich an meiner ersten Milchstraßenaufnahme, die dank Joachims Hilfe ganz ok wurde. Nun genug der Worte und viel Spaß beim Anschauen der Bilder!

Achtpunktige Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata)
150mm, f/4, 1/50s, ISO400
Weißdolch-Bläuling (Polyommatus damon) und eine unbestimmte Fliege
150mm, f/3.5, 1/100s, ISO250
Weibchen einer Sibirischen Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus)
150mm, f/4, 1/640s, ISO400
Männchen einer Sibirischen Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus)
150mm, f/8, 1/125s, ISO800
Ginster-Bläuling (Plebeius idas)
150mm, f/4, 1/800s, ISO400
Panorama aus 44 Aufnahmen
44x85mm, f/4, 1/1000s, ISO100
Wasser
300mm, f/20, 1/20s, ISO50
Gletscherdetail
300mm, f/8, 1/400s, ISO200
Gletscherdetail
300mm, f/8, 1/1600s, ISO200
Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
420mm, f/5.6, 1/800s, ISO200
"Vielgestaltiger Ölkäfer" (Hycleus polymorphus)
150mm, f/5.6, 1/50s, ISO800
Männchen einer Schlichten Raubfliege (Machimus rusticus)
150mm, f/4, 1/200s, ISO800
Puppenhülle, wahrscheinlich von einem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma)
mein erster Versuch eines Milchstraßenfotos
18mm, f/4, 25s, ISO3200
Hochmoor-Bläuling (Plebeius optilete)
150mm, f/4, 1/500s, ISO400
35mm, f/8, 1/200s, ISO400
Weißdolch-Bläuling (Polyommatus damon)
150mm, f/3.5, 1/250s, ISO400

300mm, f/8, 1/250s, ISO400
Dukatenfalter-Männchen (Lycaena virgaureae)
150mm, f/8, 1/250s, ISO800